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Witalij

Psychiatrie war etwas völlig neues für mich. So war es ziemlich ungewohnt Menschen zu sehen, die ohne sich zu bewegen und schweigend minutenlang auf einen Punkt starren, auch bei Ansprachen reagierten sich nicht oder wenn Menschen einem erzählen, dass sie Stimmen hören, Stimmen die sie immer und immer wieder beleidigen.

Name: Witalij

Alter: 20

Praxisbereich: Beistand im Krankenhaus - Leiden lindern

Einsatzstelle: Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
               Gilead IV - EvKB

Zeitraum: Aug. 2011 - Juli 2012

Meine Einsatzstelle im Betheljahr war die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gilead IV. Eingesetzt war ich auf einer allgemeinpsychiatrischen Akutstation. In erster Linie werden Psychosen behandelt, weiterhin Menschen in akuten Lebenskrisen und Persönlichkeitsstörungen, z.B. Borderlinestörung.

Auf dieser Station hatte ich eine sehr interessante Zeit.

Als ich anfing, wusste ich erst mal nicht wohin mit mir. Es gab immer ca. 30 Patienten und es wurde in einem multiprofessionellen Team gearbeitet. Somit hatte ich nicht nur eine Flut von Namen möglichst schnell zu lernen, um vernünftig arbeiten zu können, sondern musste auch erst mal die Krankheiten kennen lernen.

Psychiatrie war etwas völlig neues für mich. So war es ziemlich ungewohnt Menschen zu sehen, die ohne sich zu bewegen und schweigend minutenlang auf einen Punkt starren, auch bei Ansprachen reagierten sich nicht oder wenn Menschen einem erzählen, dass sie Stimmen hören, Stimmen die sie immer und immer wieder beleidigen. Viele Patienten waren durcheinander, angespannt und aggressiv.

So kann man sich vorstellen, dass die ersten Tage überwältigend waren. Ich habe viele Kurven und Arztbriefe gelesen und viel mit den Patienten gesprochen, ich wollte immer mehr kennen lernen, immer mehr erfahren. Es war alles so spannend und aufregend. Und es kamen immer wieder neue Patienten mit neuen individuellen Geschichten, so ist es immer interessant geblieben.

Ich musste lernen, dass die Dinge, die auf Station geschahen oder die Geschichten der Patienten mir nicht zu nahe kamen. Anfangs habe ich immer viel mit nach Hause genommen und viel nachgedacht, aber mit der Zeit konnte ich mich davon distanzieren und abschalten, wenn es nötig war.

Mich interessierte nicht nur die Krankheit eines jenes Menschen, sondern auch der Mensch an sich. Zum Beispiel durch Freizeitaktivitäten wie Gesellschaftsspiele, Kicker, Tischtennis, Billard etc., begleitete Spaziergänge und Einkäufe konnte ich sie immer besser kennen lernen. Ich habe die Patienten auch bei lebenspraktischen Aufgaben unterstützt wie Hilfe bei Ordnungstätigkeiten in deren Zimmern, Hilfe bei der Körperpflege oder einfach mal zusammen kochen.

Natürlich habe ich mich mit manchen Patienten besser verstanden als mit anderen, aber manchmal habe ich es mir als Herausforderung genommen solche Dinge mit Patienten zu unternehmen, die mir nicht ganz sympathisch waren. So konnte ich dann doch noch den ein oder anderen für mich gewinnen.

Ich habe in dieser Zeit sehr viele Erfahrungen sammeln können. Ich war selbstständig und übernahm Verantwortung. Ich übte meine Kommunikationsfähigkeit und lernte gezielt auf einen Menschen zuzugehen, etwas gemeinsam mit ihm zu erleben oder andere in der Beziehungsbildung anzuleiten. Selbstverständlich habe ich auch sehr viel fachliches Wissen mitgenommen.

  • Ich bin froh, das gemacht zu haben.


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