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Quentin

Dienstagmorgen, 6.30 Uhr, der Wecker klingelt. Das hat er seit drei Monaten nicht mehr gemacht.

Seit der letzten Abiprüfung bestand selten der Bedarf für mich, morgens früh aufzustehen. Doch dieser Morgen war nicht wie die anderen davor. Dieser Morgen würde mein erster von 365 Morgen sein, die ich während meines Abenteuers „Betheljahr“ miterleben würde.

Name: Quentin

Alter: 19

Praxisbereich: Betreutes Arbeiten - Selbstvertrauen fördern

Einsatzstelle: Werkstatt proWerk - Abt. VerMon

Zeitraum: Juli 2017 - Aug. 2018

Schon im Februar dieses Jahres hospitierte ich in meiner Einsatzstelle, der VerMon 4, in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und ging von diesen zwei Tagen mit gemischten Gefühlen wieder weg. Und doch hatte ich mich dafür entschieden, weil es mich irgendwie auch interessiert hat. Im Nachhinein bin ich froh, mich damals nicht anders entschieden zu haben.

Pünktlich im 7.40 Uhr stand ich also in meiner Einsatzstelle, um meine Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und wurde anschließend den Beschäftigten vorgestellt. In der Werkstatt arbeiten 30-40 Menschen, die mich, wenn auch erst ein wenig skeptisch, mit offenen Armen empfangen und mich fortan durch meine Zeit dort begleitet haben. Ich selber war sehr erstaunt, wie schnell mir von allen Vertrauen zugesprochen wurde, obwohl ich ja gerade erst dort angefangen hatte und für die meisten noch ein „Fremder“ war. Doch das wurde von allen ganz gelassen gesehen und somit war auch die allgemeine Stimmung in der Werkstatt immer angenehm ruhig und man verstand sich in der Regel bestens. Während der Arbeitszeit von 8.00 – 16.00 Uhr läuft immer das Radio, das den Tag mit Musik untermalt, die natürlich nicht immer toll ist, aber jeder hatte so seine Lieblingslieder. Die Arbeit bestand meistens aus Verpackungs- und Montagearbeiten (daher der Name „VerMon“), die zu meiner Überraschung von großen Unternehmen wie Aldi oder Nobilia kamen, und auch in bis zu sechsstelligen Mengen verarbeitet wurden. An diesen Aufgaben habe ich zuerst nur mitgeholfen und andere Beschäftigte dabei unterstützt, ihre Arbeiten zu verrichten; später sollte sich mein Aufgabenfeld diesbezüglich aber noch erweitern. Mein Praxisanleiter holte mich immer wieder dazu, wenn es um logistische Aspekte ging und Ware zum Transport fertiggemacht werden sollte. Im Verlauf meines Jahres wurde mir dann auch die alleinige Bearbeitung dieser Dinge zugetraut. Alle zwei Wochen stand dann noch die Mittagsaufsicht für mich auf dem Plan, bei der ich in der hauseigenen Cafeteria beim Tragen der Essenstabletts und gelegentlich beim Kleinschneiden der Speisen geholfen habe. Von Pause zu Pause, von Weihnachts- zu Verabschiedungsfeier und von August bis Juli haben wir uns alle durch viele verschiedene Aufträge gearbeitet, uns dabei unterhalten und Weisheiten ausgetauscht, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte bewältigt und insgesamt eine ziemlich, ziemlich gute Zeit gehabt.

Ich war beeindruckt, wie normal der Tag in der Werkstatt war und bis auf die Komplexität der Arbeiten, liefen die meistens Dinge genauso, wie ich sie mir auch in regulären Produktionsabteilungen vorgestellt hätte. Wenn auch an manchen Stellen stolperhaft und nicht immer ganz geradlinig, bin ich doch froh mein Betheljahr gemacht zu haben und hätte mir im Nachhinein keine bessere Einsatzstelle vorstellen können, als die VerMon 4. Die Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe, was besonders die Vorstellung des Arbeitslebens eines Menschen mit Behinderung angeht, haben mich nachhaltig geprägt und ich bin beeindruckt, wie viel teilweise für diese Menschen und ihren Arbeitsplatz getan wird.

  • Ich freue mich, dass ich für ein Jahr ein Teil davon sein durfte, und kann es nur empfehlen, sich das Ganze mal anzugucken, auch wenn die berufliche Laufbahn später mal in eine andere Richtung gehen soll.

FIN


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