DeutschEnglish
Zur Startseite

< vorheriger Erfahrungsbericht <> nächster Erfahrungsbericht >

Wer?
Wie?
Was?

Über 27? International Neo
Alumni

Erfahre mehr über den Praxisbereich: Betreutes Arbeiten - Selbstvertrauen fördern ...

Schau Dir die FAQs an
Melde Dich bei uns
Suche im Glossar



 Hier geht's direkt zur Bewerbung
 


Vanessa

„Ich kann nicht sagen, wie ich mich ohne diese Erfahrung entwickelt hätte, aber was ich ganz sicher weiß: Sie würde mir fehlen. Und ich bin froh, sie gemacht zu haben“

Ich weiß noch ganz genau, wie ich von einem Tag auf den anderen beschlossen habe, ein Betheljahr zu machen. Es war mitten in einer Klausurphase, und ich fing an, zu überlegen, was ich denn nach dem Ganzen mit mir anfangen würde. Direkt das damals noch gewünschte Psychologiestudium anfangen? Noch mehr lernen?

Auf keinen Fall. Vorher will ich praktische Erfahrungen machen. Die Theorie kann warten.

Name: Vanessa

Alter: 18

Praxisbereich: Betreutes Arbeiten - Selbstvertrauen fördern

Einsatzstelle: ProWerk, Werkstatt am Bullerbach (AB1)

Zeitraum: Aug. 2017- Juli 2018

Aber wo finde ich etwas, wo ich wirklich was für’s Leben lernen kann?

Vielleicht bei der Bundeswehr?

Nein, ich wollte mit Menschen in Berührung kommen, ich wollte helfen, und mir dafür ein Lächeln verdienen, dachte Ich mir. Ich kann zwar Funktionen mit der h-Methode ableiten, aber so richtig arbeiten konnte ich immer noch nicht. Was soll man auch damit anfangen, wenn es im Leben doch primär um Dinge, wie zwischenmenschliche Beziehungen geht? Bei all dem Schulstoff ist man ja nie dazu gekommen, so etwas zu lernen.

Im sozialen Bereich, dachte ich mir, würde sich das ändern.

Jetzt, nach fast einem Jahr, merke ich erst, wie viel ich eigentlich gelernt habe, und wie schnell mich das Gelernte verändert hat.

Man trifft auf die wundervollsten, schrägsten Menschen, die alle für viel humorvollen Gesprächsstoff sorgen. Meine Persönlichkeit hat sich direkt willkommen gefühlt.

Trotz Allem bekam ich anfangs so meine Zweifel, ob ich das wirklich so durchhalten würde. Man wurde direkt angesprochen und musste von jetzt auf gleich wachsam sein, man wurde direkt ins Arbeitsleben mit einbezogen. Für die Beschäftigten war es ja nichts Neues, dass ein neuer Mensch bei ihnen das Betheljahr macht, aber für mich eben schon.

Doch ich wurde absolut gekonnt von meinem Praxisanleiter an meine Aufgaben herangeführt, ich musste nichts machen, was ich nicht wollte, und andersherum hatte ich die Chance, alles auszuprobieren.

Ich komme also jeden Morgen vor 7.45 Uhr zum Dienst, helfe, nach einem entspannten Start in den Tag, den Arbeitsplatz vorzubereiten. Dann treffen auch schon die ersten Beschäftigten an und es kann losgehen.

Da ich ja in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeite, ist es zum Einen wichtig, dafür zu sorgen, dass die Produktion läuft - also ist Mutternzählen und Tüten packen angesagt. Aber was noch viel mehr im Vordergrund steht: ist der Mensch.

Betreuung, Gespräche, Spaziergänge und allgemeine Begleitung gehören also eher zu meinen Aufgaben. Das Drumherum sind dann die Pflege, Einkaufen, Essen vorbereiten und anreichen, regelmäßige Teambesprechungen und auch tägliche Dokumentation.

Ich wurde anfangs mit vielen neuen Namen und Geschichten konfrontiert, aber ich lernte schnell viel über jede einzelne Person, und den besten Umgang mit ihr.

Zwar muss ich kaum anstrengende Arbeit verrichten, jedoch wusste ich immer am Ende des Tages, dass ich etwas getan hatte, und dass ich gebraucht wurde. Ein schönes Gefühl.

Aber auch die Arbeit ist nicht alles, was zählt im Betheljahr. In den Seminargruppen, denen Betheljahrteilnehmerinnen und -teilnehmer zugeordnet werden, wurde viel reflektiert und ausgetauscht, was mir auch eine sehr lustige Zeit beschert hat.

Die 2 Schnupperpraktika, die ich jeweils im Psychiatrischen/Psychologischen Bereich gemacht habe, gaben mir dann auch noch die Möglichkeit, etwas anderes kennenzulernen.

Die schönsten Erfahrungen, die ich in diesem Jahr gemacht habe, sind alles nur Kleinigkeiten.

Bei unseren werkstattinternen Begleitangeboten, wie dem Singen und dem Tanzen, habe ich so viel in den Menschen gesehen, wie sonst nirgendwo. Und auch ich lernte im Laufe der Zeit, mehr aus mir herauszukommen.

Ich merkte, „Von diesen Menschen kann ich mir etwas abgucken“. Die Lebensfreude und Energie, die ausgestrahlt wird, der Umgang mit sich selbst und diese Offenheit, das alles war mir ganz neu.

Ich kann nicht sagen, wie ich mich ohne diese Erfahrung entwickelt hätte, aber was ich ganz sicher weiß: Sie würde mir fehlen. Und ich bin froh, sie gemacht zu haben.

  • Mein Tipp an die nächsten 'Betheljährlinge': Sorgt für euch selbst, umso besser könnt ihr für andere sorgen!


Bist Du bereit für's Betheljahr? - Mach doch mal den Selbsttest!Bist Du bereit für's Betheljahr?

Mach doch mal den Selbsttest!

 

 

Powered by Bethel

Hinweise zum Datenschutz
Besuch uns auf Instagram   Besuch uns auf Facebook   Folge uns auf Twitter   Unsere Videos auf YouTube   Unsere Stellenbörse auf ein-jahr-freiwillig.de

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen.

OK

 

Gefördert vom

» www.ev-freiwilligendienste.de

Geprüft von   » www.quifd.de